Im Frühling wird der Salzgarten
trockengelegt, um ihn zu reinigen ("limer").
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Zuerst werden die "oeillets" (5), das heißt
die flachen Becken, wo sich das Salz bilden wird, mit einer Schaufel ("seisse")
herausgeschöpft, die an einem Dreifuß befestigt ist. |
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Das Wasser, das noch übrigbleibt, wird mit der
sogenannten "bogue" oder "mouillette"
entfernt. |
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Anhand eines Holzschiebers "rouable",
wird der Schlamm weggeschoben, der sich im Winter angesammelt hat, |
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dann wird der Boden mit einer Holzschaufel "boguette"
sorgfältig geglättet, die auch dazu dient, die kleinen Sumpfrinnen
"vies" zu reinigen. |
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Was den Wasserumlauf betrifft, folgen Sie bitte dem
Schema des Salzgartenmodells:
Zuleitungsgraben (1) => Vorlaufbecken (2) =>
"étier"
"mestière"
Klärbecken (3) => immer flacher werdende Salzbecken
(5)
"fontermain"
"oeillets"
Normalerweise wird das Salz ab Juli bis Oktober gewonnen
Sobald sich etwas Salz bildet und je nach Verdünstung des Wassers
wird in kleinen Mengen Meerwasser hinzugefügt, bis der Sättigungspunkt
erreicht ist und die Kristallisierung beginnt. |
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Das erste erhaltene Salz bildet eine feine Schicht
an der Oberfläche: dieses feine natürliche Salz "viel" wird manchmal
anhand einer speziellen Schaufel "ramasse-viel"
abgeschäumt. |
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Dann bildet sich das grobe graue Salz im Wasser auf
dem Grund des Beckens. Es wird mit Hilfe eines Holzschiebers "cimauge"
mit Wasser hin und herbewegt, um es sauber zu spülen, dann wird es
gegen eine kleine Plattform zwischen 2 Becken "tablette" (12) geschoben. |
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Es wird mit dem sogenannten "surveillant"
auf diese Plattform gezogen. |
Einige Stunden später wird
das abgetropfte Salz auf einem Schubkarren (früher noch auf dem Rücken)
entweder zu einer Salzscheune "salorge" (7) oder zu einem breiten konischen
Haufen "tesselier" (6) getragen, den man vor kurzem noch mit Schilf und
Erde bedeckte.
Stand der Salzindustrie in der
Gegend von Retz (1968), die verglichenen Zahlen der Salzgärten, die
noch in Betrieb sind, sind vielsagend:
1711: 34000 Salzgärten
1968: etwa 20 fast alle in Bouin.
Ursachen: Konkurrenz der Steinsalze, aber vor allem
Landflucht und unregelmäßige manchmal unbedeutende Ernten.
1992: Seit einigen Jahren ist das handgemachte
Meersalz von der feinen Küche entdeckt worden. Dank seiner Mineralstoffe
wird es geschätzt und in den Bioläden, sogar in den Supermärkten
verkauft.
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